Kategorie: Süß und fruchtig

Süß und fruchtig: Wein für Gourmets

Zucker. Süßer Fruchtzucker! Je länger der schöne Spätsommer und Herbst, desto mehr lagert die Traube auf natürliche Art und Weise Zucker ein. Sie „fängt" quasi die Sonnenstrahlen. Süßwein-Trinker lieben die fruchtige, aromatische Art dieser Weine – und schwenken ganz bewusst das Weinglas. Denn an der langsamen Fließgeschwindigkeit der Weine erkennt man den Zuckergehalt. Süße Weine gibt es als Qualitätswein und auch Prädikatswein (Auslese, Beerenauslese etc.). Süß ist die Geschmacksrichtung, also das Gegenteil von trocken. Alle Rebsorten – von Riesling über Spätburgunder bis Gewürztraminer – können süß ausgebaut werden. Guter süßer Wein ist nicht plump (siehe 7 Klischees über Süßwein), sondern beeindruckt mit Finesse und langer Lagerungsfähigkeit. Auf den Weinkarten von renommierten Sterne-Restaurants sind süße Weine ein Muss!

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Süß und fruchtig

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Süße Weine – Eine feine Auslese der Natur. Die Sonne scheint. Es ist Ende September, Spätsommer. Viele Weinberge sind schon gelesen, aber einige Trauben hängen noch. Die Trauben werden mit jedem Sonnenstrahl süßer und lagern mehr Zucker ein. Das sog. natürliche Mindestmostgewicht steigt. Zu welchem Zeitpunkt ein Weinberg gelesen wird, ist eine ganz bewusste Entscheidung des Winzers bzw. Außenbetriebsleiters. Möchte sie oder er einen süßen Wein keltern, so ist sie oder er gut beraten, die Trauben lange hängen zu lassen. Süße Trauben bringen süßen Wein! Aber nur, wenn man die Hefen rechtzeitig abstoppt. Bei der alkoholischen Gärung verwandeln die Hefen den Zucker in Alkohol. Viele süße Weine haben daher einen recht niedrigen Alkoholgehalt, um die 10 % vol. Alkohol.

Süßwein? Schwenken Sie mal das Glas!

Süße Prädikatsweine (Kabinettwein, Spätlese, Auslese etc.) besitzen also ganz natürlichen Zucker. Es darf kein anderer Zucker (z.B. Rübenzucker oder Zucker aus Zuckerrohr) hinzugesetzt werden. Ob ein Wein einen niedrigen oder hohen Zuckergehalt aufweist, lässt sich gut erkennen: Schwenken Sie das Glas! Ist der Wein dickflüssiger und es bilden sich regelrecht Schlieren am Glas, so weist er eine hohe Viskosität – und oft hohe Restsüße auf. Weinkenner nennen diese Schlieren liebevoll „Kirchenfenster“.

Alle Rebsorten geeignet für süßen Wein

Alle Weißweine und Rotweine, alle Roséweine können süß ausgebaut sein. Ja, auch süßer Rotwein hat eine regelrechte Fangemeinde. Alle Rebsorten sind geeignet. Ob Spätburgunder Rosé Qualitätswein süß, Riesling Auslese süß, Gewürztraminer Beerenauslese edelsüß. Die Rebe ist immer in der Lage – bei ausreichend Sonnenschein – Zucker einzulagern. Oft werden süße, fruchtige Weine – vor allem edelsüße Weine – in kleine Flaschen gefüllt. Also nicht in 0,75 l. Flaschen, sondern in 0,375 l. Flaschen. Vor allem bei Dessertweinen braucht man oft nur eine kleine Menge Wein, als krönender Abschluss eines Menüs. Süße Weine können aber auch ein deftiges Essen begleiten, zum Beispiel Gerichte mit gereiftem, sehr würzigem Käse.

Süßer Wein ist lange lagerfähig. Süßwein muss nicht sofort getrunken werden. Ganz im Gegenteil: Gute süß und fruchtig Weine sind sehr lagerfähig. Denn der hohe Zuckergehalt macht sie stabil. Sie können süße Weine über Jahre, ja sogar manchmal Jahrzehnte aufheben. Lagern Sie die Weine aber bitte kühl und dunkel, am besten ohne große Temperaturschwankungen. Der Keller ist meist die beste Wahl. Wenn Sie keinen Keller haben, lieber die Weine im Schlafzimmer unter dem Bett lagern als in der Küche neben dem Herd.

7 Klischees über Wein, süß und fruchtig

  1. „Süße Weine sind immer billig.“ - Ganz im Gegenteil: Hochwertige süß fruchtige Weine können sehr, sehr teuer sein. Vor allem im edelsüßen Bereich, bei Beerenauslesen oder Eisweinen. Süße Weine müssen aber nicht teuer sein, sondern können auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Niveau bieten, was wir bei Reichsgraf von Ingelheim stets anstreben. Wir beraten Sie gerne persönlich ausführlicher zum Thema süß und fruchtige Weine.
  2. „Süße Weine haben eine schlechte Qualität.“ - Das stimmt nicht. Jede Weinart – ob trockener Qualitätswein oder süße Auslese – kann von schlechter, mittelmäßiger bis sehr guter Qualität sein. Die Qualitätsweinprüfung ermittelt vorab, ob ein Wein überhaupt auf den Markt kommen darf oder nicht. Ist er sehr fehlerhaft, bekommt der Wein keine A.P.-Nummer (Amtliche Prüfnummer). Die A.P.-Nummer ist Pflichtangabe auf jedem Weinetikett.
  3. „Wer Süßwein trinkt, kann kein Gourmet sein.“ - Das ist einfach nur falsch. Punkt 1: Der Geschmack eines jeden Menschen ist individuell – und das ist auch gut so. Punkt 2: Schauen Sie sich die Weinkarten der besten Restaurants der Welt an. Eine Auswahl an sehr guten süßen Weinen ist ein Muss.
  4. „Nur junge Leute ohne Weinexpertise trinken süße Weine.“ - Das ist ein interessantes Vorurteil – und größtenteils falsch. Ja, es stimmt, dass viele Menschen im jungen Alter (ab 16 Jahren) bei süßen Weinen beginnen. Aber es ist logisch, dass sie nicht mit kantigen Rotweinen und Barriquenoten anfangen, oder? Die fruchtigen Weine sind einfacher, besser zugänglich. Bei Cocktails ist es nicht anders: Wir beginnen meist beim fruchtigen Piña Colada und tasten uns erst mit der Zeit – wenn überhaupt – an Whiskeys heran. Und es gibt durchaus viele Weintrinker, die liebliche und süße Weine ihr Leben lang bevorzugen. Das ist schlicht und einfach Geschmacksache.
  5. „Je mehr man zum Weinexperten wird, desto weniger trinkt man süße Weine." - Nein. Je mehr man zum Weinexperten wird, desto besser weiß man die verschiedenen Weinarten bzw. Geschmacksrichtungen einzusetzen, mit Essen zu kombinieren, passend zur Stimmung auszuwählen. Sehr gute süße Weine bieten eine Raffinesse, die Top-Sommeliers begeistert. Sie gelten quasi als „flüssige Delikatesse“.
  6. „Süßwein hat mehr Kalorien als andere Weine.“ - Jein. Natürlich hat Zucker Kalorien. Immer. Ein Sahnetörtchen hat mehr Kalorien als ein Obstsalat. Eine süße Auslese mehr als ein sehr leichter, trockener Kabinettwein. Das ist logisch. Aber – und das vergessen viele – Alkohol generell hat Kalorien. Sprich, ein schwerer, trockener Rotwein mit 14 vol. % ist ebenso kalorienreich. Das Vorurteil, dass Süßweine die Kalorienbomben in der Weinauswahl sind, stimmt also nicht. Und Kalorien sind übrigens nichts grundlegend Schlechtes. Jeder Mensch braucht und verbraucht Energie, benötigt also Energiezufuhr. Auf die ausgewogene Ernährung kommt es an.
  7. „Süße und fruchtige Weine schmecken ausschließlich zum Dessert.“ - Das ist falsch! Wer schon einmal einen Blauschimmelkäse mit einem Süßwein verkostet hat, der wird es nie wieder vergessen. Denn es schmeckt herrlich. Beide Komponenten zusammen – das Deftige und das Süße – haben eine Kraft, die sie alleine nie hätten. Der Käse gewinnt durch den Wein, der Wein gewinnt durch den Käse. Genauso wie Austern oder Hummer zu süßen, fruchtigen Weinen grandios harmonieren. Einfach mal ausprobieren!